Vielleicht hast du gerade mein Einführungsvideo zum Augenlicht Kongress gesehen. Und vielleicht fragst du dich, so wie viele vor dir: Warum tut sich eine Augenärztin das an, zehn Tage, 35 Experten, so viel Organisation, für etwas, das es kostenlos gibt?
Die ehrliche Antwort: Weil mich eine Frage seit Jahren nicht loslässt.
In meiner Praxis habe ich tausende Augen gesehen. Manche Menschen entwickeln eine Erkrankung, andere mit denselben Voraussetzungen bleiben verschont. Manche stabilisieren sich trotz fortgeschrittener Diagnose überraschend gut, andere schreiten fort, obwohl die Therapie stimmt. Die Schulmedizin gibt mir darauf oft keine vollständige Antwort. Und lange habe ich mich gefragt, ob ich diese Frage einfach beiseitelegen soll, weil sie so groß ist.
Ich habe sie nicht beiseitegelegt.
Stattdessen habe ich angefangen, über den Rand meines Fachgebiets zu schauen. Umweltmedizin, funktionelle Medizin, Reisen zu anderen medizinischen Traditionen in Europa, Indien, China, den USA. Was ich dabei immer wieder gelernt habe: Das Auge steht nie für sich allein. Es spiegelt, was im ganzen Körper passiert: im Stoffwechsel, im Nervensystem, im Darm, in der Psyche.
Diese Erkenntnis wollte ich nicht für mich behalten.
Deshalb gibt es diesen Kongress. Nicht, um die Schulmedizin zu ersetzen. Ich bin selbst Fachärztin und weiß, was sie leisten kann. Sondern um ihr etwas zur Seite zu stellen, das genauso wertvoll ist: die Erfahrung von 35 Expertinnen und Experten, die jeden Tag mit echten Menschen arbeiten und Zusammenhänge sehen, die im Praxisalltag oft keinen Platz finden.
Vom 28. August bis 6. September teile ich diese Gespräche mit dir. Ohne fertige Antworten, aber mit vielen Perspektiven. Du entscheidest, was davon zu dir passt.
Ich freue mich, wenn du dabei bist.
Herzlich,
Dr. med. Maria Iliadou